Freitag, 10. Oktober 2008

Unterrichten in einer 8. Klasse - Landeskunde

Heute war für mich vom Tagesprogramm her wieder ein besonderer Tag. Ich durfte nämlich heute vor einer achten Klassen eines Schulhauses etwas ausserhalb des Zentrums eine Schulstunde über die Schweiz leiten.
Nach dem üblichen Morgenprogramm zu Hause mit einem reichhaltigen Frühstück und einem Kampf mit der Hauskatze Tschernowa, die meiner Meinung nach dringend mal einen Tierpsychologen aufsuchen sollte, aber sowas gibt es hier in Sibirien (zum Glück, eigentlich) wohl noch nicht. Ich werde mich ja möglicherweise doch irgendwann mit ihr besser verstehen, wenn sie sich an mich gewöhnt hat, was ich momentan aber eher bezweifle.
Jedenfalls ging ich wie gewöhnlich um 11 Uhr zur Uni, wo mich auf dem Weg ein strahlender Tag mit wolkenlosem Himmel begrüsste. Nach einer Stunde Unterricht mit Wladimir mussten wir bereits aufbrechen, um pünktlich in der anderen Schule anzukommen.
Nach einer halbstündigen Fahrt mit dem Bus kamen wir schliesslich dort an, und eine Schar von etwa 12 jährigen Kindern nahm mich im Klassenraum freudig in empfang. Ich erzählte ihnen auf deutsch einige Dinge über mich und meine Heimat, wobei sie mir sehr aufmerksam und interessiert zuhörten. Da sie erst im ersten Jahr deutsch lernen, musste die Lehrerin eigentlich alles übersetzen, was jedoch nichts ausmachte. Nach der Stunde bedankten sich die Schüler und die Lehrerin ausgiebig, und machten mich darauf aufmerksam, dass ich gerne bald einmal wiederkommen könne.
Ich erlebte den Kontakt mit den Schülern als äusserst herzlich, so versuchten sie auch, als ich sie später im Flur nochmals sah, sich von mir auf deutsch zu verabschieden.

Auf dem Rückweg zur Uni konnte ich vor dem Lenindenkmal eine Szene beoabachten, die sich hier laut Wladimir jeden Freitag und Samstag etwa gleich abspielt. Unzählige Brautpaare und ihre Familien und Freunde begeben sich im 10 Minutentakt vor das Denkmal, schiessen einige Fotos des Brautpaares und brausen dann in einer laut hupenden Wagenkolonne durch die Stadt davon. Dabei fiel mir besonders das zarte Alter der Brautpaare auf, die wohl erst knapp über 20 Jahre alt sind.

Für heute Nachmittag bin ich mit einer Gruppe von Studenten für einen Besuch im burjatischen Museum verabretet, wobei es mir und den Studenten vor allem darum geht, sich gegenseitig ein wenig kennenzulernen, worauf ich mich auch freue.

5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich xehs cho, dass du sonere russin versproche wirsch und nüm heichunsch^^
Macht spaass dini biträg zläse. Schrib witer so...

Anonym hat gesagt…

100% agree. flissig wieterschribe :D
du gasch am 11i id uni? wie locker isch denn das :D
aber muess scho säge, häsch es kuhls programm, langwiilig isch der sicher nöd oft ^^

Anonym hat gesagt…

haha döme, das han ich gnau au denkt wo ich die stell mitm denkmal gläse han :D ..wer weiss ;)

undja: flissig wiiter tippe, livio! sibirie isch e tolli abwechslig zu herbstferie ide schwiiz (:

Livio hat gesagt…

jaja, s het ebe scho verdammt vill schoeni meitli da ;P
gester bini no mitere gruppe vo studentinne (am duetsche seminar hets fascht nur fraue, haha...) is burjatische museum, und eini wo mitcho isch het mir verzellt, dass sie scho es chind het und verhueratet isch. obwohl sie erscht 20gi isch...

najaaaaa, huerate will i schono keini. aber vilicht ergit sich ja e netti bekanntschaft... weeeeer weiss.

Anonym hat gesagt…

eifach immer dra dänke livio ime unbeobachtete moment rissed der diä russische wiiber dä chopf weg.