Schon seit Tagen zeigt sich der sibirische Himmel von seiner schönsten Seite. Die Sonne scheint ständig und so ist es tagsüber draussen angenehm warm.
Deshalb beschloss ich, auch an meinem freien Wochenende nicht den ganzen Tag in der Wohnung herumzulümmeln und fernzusehen, womit sich viele junge Russen an Wochenenden beschäftigen, wie ich in verschiedenen Gesprächen herausgehört habe.
Samstags begab ich mich für einen ausgedehnten Spaziergang in die Innenstadt und die dort befindliche Fussgängerzone, schrieb einige Emails im Internetcafe und beobachtete die Hochzeitspaare und ihre stolze Entourage beim Lenindenkmal. Ich mag diese Szenerie jeweils sehr.
Abends ging ich mit meiner Gastmutter Nina ins klassische russische Theater, wo wir uns ein komödiantisches Stück über eine nicht ganz optimal verlaufende Wohnungsvermietung anschauten. Ich verstand zwar nicht gerade allzu viel, aber irgendwie machte es trotzdem Spass, dem bunten Treiben auf der Bühne zuzuschauen. In der Pause versuchte ich, mit meinen Sitznachbarinnen, allesamt Lehrerinnen älteren Semesters, ein Gespräch über mich, meine Herkunft und meine Tätigkeiten in Ulan-Ude zu führen, was dank meines Wörterbuches und Anwendung von Gesten auch irgendwie gelang.
Später sah ich wie üblich abends fern, und versuchte, einige Gesprächsfetzen, die der Fernseher von sich gab zu verstehen. Ich habe bereits eine Lieblingsserie im russischen Fernsehen, Papa i Dotschki (Vater und Töchter), welche ich nach Möglichkeit jeden abend schaue. Es ist eine äusserst witzige Sitcom über einen Vater, der als Psychologe arbeitet und zu Hause vier sehr expressive Töchter sitzen hat, welche sich ständig in irgendwelche Streitereien und Intrigen verstricken. Ich verstehe dabei sogar meist einige wichtige Informationen und kann so ungefähr den Gesprächen folgen, was mich jeweils freut.
Sonntags liess ich mir viel Zeit mit Aufstehen und las dann fast den ganzen Tag durch, bevor ich noch ein wenig draussen spazieren ging. Dabei begab ich mich an die Bahnlinie der Transsibirischen Eisenbahn und beobachtete beeindruckt die vielen Güterzüge, die alle paar Minuten etwa kilometerlang vorbeiratterten.
Insgesamt war mein Wochenende eher ruhig, beinahe etwas zu ruhig. Darum freue ich mich, unter der Woche wieder an die Uni gehen zu können, da ich da einerseits mein russisch verbessere und andererseits auch ständig irgendwelche neuen Leute kennenlerne, die mehr über mich und meine Herkunft erfahren möchten.
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1 Kommentar:
MIR hesch kes mail gschribe du möngu!
paaaahhhhhhhh
weisch MIR!!!!!!!!!!!!!!!
denne in london si zwöi vo üs fasch iibuchtet worde wüu sie e pfäfferspray drbi hei gha :D hahaha
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