Da gestern abend zu späterer Stunde spontan noch ein Freund von Dascha vorbei kam, und mit seinen spärlichen Englischkenntnissen so viel wie möglich über mich erfahren wollte, schlief ich nicht extrem viel, bis ich heute um 7 Uhr von meinem absichtlich extrem nervigen Weckton (ein Pariser Strassenmusiker, der überhaupt nicht spielen kann) meines Handys aus dem Schlaf gerissen wurde. Ich gewöhne mich bereits langsam an die neue Wohnsituation und finde mich so auch im Dunkeln auf dem Weg ins Badezimmer relativ gut zurecht.
Nina, die die ganze Nacht über gearbeitet hatte und gerade nach Hause kam, als ich aufstand, liess es sich wiederum nicht nehmen, mir ein reichhaltiges Frühstück aufzutischen. Wir versuchten auch erstmals, so gut es ging nur russisch zu sprechen.
Da die Zeit relativ knapp war, musste ich leider bald den Tisch verlassen und zusammen mit Dascha unsere Wohnung in der Uliza Moskovskaja Haus Nr. 4 41. Wohnung auf der 1. Etage des dritten Einganges (Russische Wohnungsbezeichnungen sind jeweils auf den ersten Blick sehr kompliziert, aber eigentlich sehr praktisch und logisch) verlassen. Draussen war es noch relativ kalt (-1 Grad) und die nächtliche Dunkelheit hatte sich noch nicht wirklich verzogen, während sich bereits der übliche Morgenverkehr durch die Strassen kämpfte.
In der Schule wurde ich wiederum von meinem Deutschlehrer Wladimir Ivanowitsch empfangen, um in den folgenden vier Lektionen zusammen russisch zu lernen. Der Unterricht gestaltete sich ziemlich locker und die Zeit verging erstaunlich schnell, und zu meinem Erstaunen kam ich auch schnell wieder mehr oder weniger gut mit den russichen Fällen und Verbformen zurecht. Nach dem Unterricht gönnten wir uns den obligaten Schwarztee, der in Russland immer und überall serviert und getrunken wird, da einerseits die winterliche Kälte zum Genuss von Heissgetränken einlädt und andererseits die Trinkwasserqualität nicht gerade hervorragend ist.
Nun ist es Mitag und mir steht der Nachmittag zur relativ freien Verfügung, bevor ich am frühen Abend mit meiner Gastfamilie auf dem Markt Lebensmittel einkaufen und tragen helfen werde. Bis jetzt habe ich ausser meiner Gastschwester noch keine wirklichen Freunde gefunden, aber ich hatte bisher auch noch kaum direkten Kontakt zu den Studenten. Ich wurde heute aber von einer Praktikantin angefragt, ob ich freitags etwas mit ihrer Klasse unternehmen möchte, worauf ich mich natürlich sehr freue.
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1 Kommentar:
Ein Pariser Strassenmusikant der überhaupt nicht spielen konnte...
Hahaha :D Ich kännen, ich kännen, ich han en live gseh, und du häsch sogar no de Klingelton!^^
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