An meinem zweiten Tag musste ich nicht gleich extrem frueh aufstehen und konnte mir so viel Zeit lassen, bevor ich den Weg zur Uni antrat. Meine Gastmutter Nina hatte zum Fruehstueck Blini, russiche Omeletten, gemacht und umsorgte mich auch sonst sehr gastfreundlich.
Auf dem Weg in die Fakultaet musste ich mich mehrmals ueber die dicht befahrenen Strassen kaempfen, was hier in Ulan-Ude durch das oftmalige Fehlen von irgendwelchen Fussgaengerstreifen relativ viel Mut und Aufmerksamkeit erfordert.
Da ich nicht genau wusste, wo ich mich im Fakultaetsgebaude melden sollte, wartete ich zuerst laengere Zeit im Gang, bevor ich endlich das richtige Zimmer fand, wo mich Wladimir bereits etwas ungeduldig erwartete. Er uebergab mich sogleich an die Sekretaerin Nataljia, welche mit mir zusammen die administrativen Formalitaten fuer die Registration in der Stadt absolvierte. Spaeter besprach ich mit Wladimir unseren ungefaehren Stundenplan, bevor er mich bereits in eine seiner Klassen schickte, wo ich mich waehrend einer halben Stunde mit drei jungen Schuelerinnen ueber meine Heimat und meine Plaene unterhielt. Sie zeigten sich sehr interessiert und stellten zu meiner Freude immer wieder Fragen. Insgesamt war ich sehr positiv ueberrascht von ihren Deutschkenntnissen. Danach unterhielt ich mich im Lehrerzimmer noch mit der stellvertredenden Direktorin, welche sich mit mir vor allem ueber kulturelle Unterschiede zwischen Europa und Sibirien unterhalten wollte. Bevor ich das Universitaetsgebaude verliess, hatte ich noch die Gelegenheit, mit Natascha zu sprechen. Sie ist eigentlich Schuelerin, absolviert momentan jedoch ein Praktikum als Lehrerin.
Danach verliess ich das Gebaeude und streifte etwas durch die Stadt, um schliesslich endlich ein Internetcafe zu finden, um diese Zeilen niederzuschreiben. Im weiteren Tagesverlauf werden wir voraussichtlich noch ein buddhistisches Kloster besuchen, da Dascha Buddhistin ist und das Kloster auch sonst als Sehenswuerdigkeit gilt. Morgen beginnt dann mit vier Stunden pro Tag mein Russischunterricht.
Im Allgemeinen habe ich bis jetzt nur positive Begegnungen erlebt, und freue mich bereits darauf, noch mehr Studenten kennenzulernen und mit ihnen moeglicherweise auch bald in der Freizeit etwas zu unternehmen. Der grosse Kulturschock ist bis jetzt augeblieben. Ich nehme die jeweiligen Unterschiede nicht als Belastung, sondern vielmehr als spannende Herausforderungen an.
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1 Kommentar:
lustig.
all diese typischen russischen namen.
jetzt muss nurnoch die olga kommen..
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