Donnerstag, 23. Oktober 2008

PAVEMENT zum Frühstück.

Zu Hause erfordern die modernen Kommunikationsmittel wie Internet oder Mobiltelefonie oftmals eine staendige Erreichbarkeit und Bereitschaft, auf Kontaktversuche durch Freunde und Bekannte unmittelbar zu antworten. Ich schaetzte zu Hause diese Moeglichkeit der staendigen Erreichbarkeit und dem staendig geoeffneten "Tor zur grossen weiten Welt" eigentlich sehr, merke nun aber, dass es auch gut sein kann, nicht immer in den Genuss dieser Moeglichkeiten zu kommen.
Ich gehe momentan einmal im Tag ins Internet und checke meine Emails, beantworte die wichtigsten gleich oder warte ein 1-2 Tage auf die Beantwortung. Die restliche Zeit beschaeftige ich mich momentan vor allem mit mir selbst.
Musik ist fuer mich hier sehr wichtig, da sie fuer mich ein Stueck Heimat und Geborgenheit, in der oftmals doch noch sehr fremden Stadt fernab der Schweiz bedeutet. Eine Welt, in die ich mich zurueckziehen kann, wenn mir wie zum Beispiel gestern fuer kurze Zeit alles, was ich tue irgendwie falsch erscheint, da ich die hiesige Welt noch nicht genau verstehe.
Ich habe aber nun auch endlich genuegend Zeit, mich genauer damit auseinanderzusetzen und nicht staendig von einem Song zum naechsten zu skippen, da ich ja moeglichst viel gehoert haben moechte. So entdecke ich nun hier fast taeglich auf meinem Ipod neue Musik, die ich vorher nie wirklich beachtet hatte. Gewisse Bands versinnbildlichen durch ihre Lieder und ihren Stil auch ziemlich genau, was ich hier manchmal fuehle und bieten so den idealen Hintergrundsoundtrack zu dem, was ich hier taeglich erlebe. Ich waere wohl sehr verloren hier, wenn ich hier ohne Musik ausharren muesste, da sie fuer mich sehr viel bedeutet.

Eine Band habe ich hier besonders lieben gelernt: PAVEMENT! Irgendwie passt diese Musik perfekt. Kernig und roh, manchmal ziemlich kuehl, aber doch irgendwie Sicherheit bietend. Hoert euch Crooked Rain, Crooked Rain an, falls ihr dieses Album noch nicht kennt.

Auch lesen kann ich hier viel bewusster. Mein Vater hat mir vor meinem Abflug ein kleines Buechlein von Paulo Coelho mitgegeben - Das Handbuch des Kriegers des Lichts - und ich bin ihm sehr dankbar dafuer. Dieses Buch steckt voller kleiner und grosser Weisheiten ueber das Leben, die ich hier gut gebrauchen kann. Und ich habe auch viel Zeit, um darueber sinnieren WER wohl ich bin, WAS ich will und WOHIN ich wohl gehen werde in meinem Leben.

Danke, Papa.

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wenn du gern wettisch chanich dir s neue sophie hunger album irgendwo uelade:) sisch grossartig. Aber ich dänke s gat wohl nöd weg de verbindig hä.. Egal has mal abote:)
G

Anonym hat gesagt…

haha, ja chan mer vorstelle, ich han franz da ene, und das isch ja so was vo deprimierend: tschö ma pälle caroline und so...und d lehrerin fragt mich ständig: ehm, nina how do we say....in french? was schribets den so luschtigs?
ich würd so gern russisch lerne, ich leibe die sprach, ich han mich für s freifach agmeldet, aber leider isch es ned z stand cho, wils z wenig lüt gha het:(
chasch scho bizli was?
ui...bin ich nidisch :O
neinei, mag ders mega gunne, wenn chunsch den wieder zrug is schöne schwizerland?

Anonym hat gesagt…

"Handbuch des Kriegers des Lichts" isch echt e wertvolli Lektüre!
btw. coole blog.. :)

machs na guet

Anonym hat gesagt…

coelho ist nichts weiteres als billige stammtisch-philosophie.