

Gestern hatte ich wiedermal die Gelegenheit, an einem neuen Ort ueber meine Heimat zu erzaehlen und den deutsch Lernenden die Konversation mit einem echten Muttersprachler zu ermoeglichen. Maja hatte mich in die Schule eingeladen, wo sie frueher auch den Deutschunterricht besuchte. Die Institution heisst "Kleine Akademie der Wissenschaften" und bietet Schuelern in der Freizeit die Moeglichkeit, Kurse in verschiedenen Faechern, wie zum Beispiel, Deutsch zu besuchen.
Ich traf dort auf die supernette Deutschlehrerin Valentina Dorzhjevna, welche ihren Schuelern mit sehr viel Freude und Engagement die deutsche Sprache naeherzubringen versucht. Fuer sie war es nicht der erste Kontakt mit einem Gast aus der Schweiz, sie hatte vor mir schon einige Besucher aus der Schweiz empfangen duerfen. Sie freute sich trotzdem riesig ueber meinen Besuch in ihrer Klasse. Da die Schuelerinnen (ausser einem Jungen NUR Maedchen) erst seit 2 Monaten deutsch lernen, fuehrten wir die meisten Konversationen auf russisch, was mir natuerlich vor allem auch sprachlich viel bringt. Neben den ueblichen Fragen ueber die Schweiz und meine Person seitens der Schuelerinnen, fragte ich die etwa 15 jaehrigen Schueler nach dem Grund, der sie dazu bewegt hat, Deutsch lernen zu wollen.
Der einzige Junge, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe (ich lerne jeden Tag sehr viele neuen Leute kennen, da ist es nicht immer moeglich, ALLE Namen im Gedaechtnis zu behalten), gab als Motivation ein starkes Interesse fuer die deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert an, und gab danach einige Namen von geschichtstraechtigen Personen an, die ich selbst noch nie gehoert hatte. Er wirkte eher speziell und leicht verschlossen auf mich. Naja, Interessen sind verschieden.
Neben der Schoenheit der deutschen Sprache gab es fuer viele der Maedchen auch einen anderen wichtigen Grund, welchen ich auch auf einem an der Wand haengenden Poster erkennen konnte: Die deutsche Kiddieband "Tokio Hotel". Ich verkniff mir eher niederschmetternden Bemerkungen dazu und behielt meine Meinung fuer mich. Aber wenigstens hat es diese doch nicht allzu tolle Gruppe geschafft, Maedchen fuer die deutsche Sprache zu motivieren. Das ist ja auch eine Art kultureller Beitrag. Indirekt.
Die Lehrerin freute sich so ueber meinen Besuch, dass sie mich fuer heute gleich nochmals zu sich in ihre Akademie einlud. Ich werde also heute Nachmittag nochmals dorthin gehen. Ist fuer mich auch nicht aufwaendig, das Gebaeude liegt gleich in meiner Nachbarschaft.
3 Kommentare:
ja du würsch die andere zwei konzert wahrschinli gad vo de top1 kicke, wärsch am mäntig gsi! imfall!
und äh, ich lern ja au nur wäg monrose englisch, was isch scho debii?
ich bin nur in liverpool will d atomic kitten us liverpool chömed, so jetzt isch s dusse!
Ja schon spannend das Tokio Hotel so beliebt geworden ist ... obwohl die nun echt nichts großartiges drauf haben.
Schöne Bilder.
.greetz Jessi
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