Sonntag, 2. November 2008

Wer nicht hören will, muss fühlen.

Jaja, dieses alte Sprichwort hat schon manchmal recht.
Meine Gastmutter machte mich heute morgen, als ich aus dem Haus ging, jedenfalls darauf aufmerksam, dass ich eine Mütze anziehen solle, da es draussen kalt sei. Ich widersprach ihr aber, und sagte, dass es heute verhältnismässig warm sei. Ich hatte nämlich nach dem aufstehen auf meinem Thermometer etwa -2 Grad abgelesen, was verhältnismässig garnicht sooo kalt ist. Und draussen lag eine etwa 5 cm hohe Schneesschicht, und ich dachte mir, dass es ja wenn es schneit, auch nicht extrem kalt ist, sondern nahe am Gefrierpunkt.
Ich ging danach ohne meine tolle Mütze (so ein Retroteil mit grossem Ponpon (oder wie auch immer dieses doofe runde Wollballteil heisst); um ein bisschen Bergleratmosphäre in die russische Steppe zu bringen) aus dem Haus und erlebte gleich eine böse Überraschung: Draussen blies ein schrecklicher Wind und trug immer wieder Pulverschnee mit sich - vergleichbar mit der Situation an manchen Skitagen - und knallte diesen mit voller Wucht einem ins Gesicht. In einem Wort: Saukalt!
Ich war jedoch schon spät dran und ging darum nicht mehr zurück nach Hause. Ausserdem wollte ich meine kleine Niederlage vor Nina nicht eingestehen. Also hiess es 15 Minuten leiden. Und nach einer weiteren Viertelstunde Unterricht war ich dann mehr oder weniger aufgetaut. Ich habe also gelernt: Nächstes Mal MIT Mütze, Kappe, Schapka, was auch immer aus dem Haus gehen. Ja, wäre wohl besser so.

Nun schaue ich mal, was ich heute noch so tolles machen könnte. Ich glaube ich schreibe mal Maja eine SMS, oderso. Und die nächsten zwei Tage sind bei uns Feiertage, also kein Unterricht und wahrscheinlich auch geschlossene Läden und so. Bin mir aber nicht sicher, denn hier hat sonst auch sonntags alles geöffnet. Mal schauen. Und am Dienstag, dem Tag der nationalen Einheit soll es irgendeine grosse Kundgebung vor dem Lenindenkmal geben. Werde wohl mal vorbeischauen, ist vielleicht noch spannend. Irgendwann gehe ich auch noch ins Kino, ich hatte gestern Unterricht mit dem 1. Studienjahr, die sind alle 17 jährig, also ein wenig jünger als ich. Sie wollen mal mit mir ins Kino, haben sie gesagt, oder sonst was machen. Ist auch gut so, nicht immer mit älteren etwas zu unternehmen.

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