Dienstag, 4. November 2008

Schneeballschlacht unter Lenins strengem Blick

Ich schreibe zwar fast taeglich begeistert wie ein kleines Kind ueber die immer wiederkehrenden Schneefaelle, gestern hat es jedoch endlich so richtig schoen geschneit. Den ganzen Tag durch. So wie wenn man im Winter in die Berge faehrt undso. Richtig kalt, Schnee auf allen Strassen und Plaetzen, herumrutschende Autos, richtig toll halt!
Und das Beste war: Ich ging nicht alleine durch das Schneetreiben. Als ich morgens aufgewacht war - ungewoehnlich frueh fuer einen freien Tag, da mich die notgeile Hauskatze mit ihrem Liebesruf geweckt hatte - hatte ich eine SMS von Katja, einer Studentin aus dem 1. Studienjahr, bekommen. Sie wollte mich mit ihrer Klasse ins Kino einladen. Wir trafen uns in der Aula der Uni, wo mehrere Gruppen aus dem 1. Studienjahr fuer irgendeine Auffuehrung probten. Dabei lernte ich noch einige Englischstudenten kennen, wovon mich einer fragte, ob ich mit ihm irgendwann ins Musikgeschaeft mitkommen koenne. Er will sich eine E-Gitarre kaufen und hat irgendwie gehoert, dass ich auch Gitarre spiele. Natuerlich werde ich ihn beraten. Dann kann ich naemlich selbst auch wiedermal auf einer Gitarre herumhacken. Sehrgut! Irgendwann in den naechsten Tagen einmal, da das Geschaeft waehrend den Feiertagen geschlossen ist.

Wir machten uns dann nach kurzem Warten auf den Weg ins Kino. Schnell merkten wir jedoch, dass heute nicht der richtige Tag fuer Madagascar 2 sei: Erstes Kino: Ueberfuellt mit kleinen Schulkindern. Zweites Kino: Ebenfalls. Gut. Dann halt ins Cafe. Wir bestellten Pizza und Milchshakes und sprachen in einem wilden Mix aus deutsch, russisch und Handzeichen. Dafuer, dass sie erst im ersten Jahr deutsch studieren, sprechen die meisten schon erstaunlich gut. Wobei etwa 80 % der Zeit Katja sprach, ein sehr kommunikatives Maedchen. Sie liebt Metalmusik und ihre Lieblingsband ist Rammstein. Natuerlich kennt sie alle ihre deutschen Texte auswendig. Auf dem Rueckweg zur Uni begannen sich irgendwann zwei aus der Gruppe mit Schnee zu bewerfen, was zu einer amuesanten Kettenreaktion fuehrte, welche schliesslich vor dem Lenindenkmal in einer wilden Schneeballschlacht ausartete. Die bald 18 jaehrigen Maedchen waren sich nicht zu Schade, ihr Makeup und ihre Frisur zu ruinieren, um kindlichen Unsinn zu veranstalten, was ich doch sehr toll fand, da in mir gewissermassen auch noch ein kleines Kind steckt, welches sich zwischendurch auch einmal austoben moechte. Schlussendlich verdiente mein Aeusseres durchaus die Bezeichnung Schneemann, mein Mantel war mit einer dicken weissen Schicht ueberzogen, und auch die anderen hatten einige Schneeduschen erhalten. Ich hatte jedenfalls schon laenger nicht mehr soviel Spass, haha!

Ich glaube es ist doch besser, dass ich nun auch ein paar Gleichaltrige kenne, mit denen ich auchmal solche kindlichen Dinge tun kann. Vorher traf ich mich vorwiegend mit ueber 20 jaehrigen, wo man dann schlussendlich schon einen gewissen Unterschied merkt.

Keine Kommentare: