Montag, 10. November 2008

Мадагаскар 2 & Джеймс Бонд

Wahrscheinlich könnt ihr den obigen Titel nur schwer entziffern und deuten, da die Beherrschung des kyrillischen Alphabets in Westeuropa nicht üblichen Fähigkeiten gehört. Ich habe als Titel die russischen Namen der zwei Filme gewählt, die ich in den vergangenen paar Tagen im Kino gesehen habe, nämlich "Madagaskar 2" und der neue "James Bond". Kinobesuche sind für mich im Vergleich zur Schweiz sehr günstig, somit kann ich auch oft gehen, ohne um das Saldo meiner Kreditkarte bangen zu müssen.
Natürlich verstand ich noch nicht ganz alles, was die Schauspieler - oder animierten Figuren - miteinander Sprachen, doch mit Hilfe der bewegten Bilder verstand ich die Handlung eigentlich ziemlich lückenlos, was mich doch ziemlich freute. Beide Filme haben mir gut gefallen, Madagascar 2 entlockte auch mir viele Lacher, obwohl ich der russischen Sprache noch nicht ganz mächtig bin. Und im neuen James Bond Film kann man sich neben dem üblichen Gemetzel und unzähligen Verfolgungsjagden auch an einer aussergewöhnlich gut aussehenden ukrainischen Schauspielerin erfreuen...

Ansonsten verbrachte ich meine Zeit seit vergangenem Mittwoch relativ oft an der Uni - auch am Wochenende, da Wladimir noch einige ausgefallenen Unterrichtsstunden nachholen wollte, um unser erwünschtes Stundenpensum schlussendlich zu erreichen. Neben dem Russischunterricht unterrichtete ich auch in einigen Klassen. Besonders freute ich mich darüber, dass ich nun ab und zu Presseunterricht geben kann, das heisst ich wähle einen deutschprachigen Zeitungsartikel aus, den ich danach mit den Studenten lesen, analysieren und besprechen kann. Diese Arbeit gefällt mir sehr, da ich hier einerseits mein Interesse an gedruckten Medien ausleben kann und andererseits bei der Besprechung immer wieder über gesellschaftliche Unterschiede zwischen der Schweiz und Russland diskutieren kann, womit auch ich immer wieder neues lerne und erfahre. Weiter hatte ich wiederum die Möglichkeit, mich weiteren Gruppen vorzustellen und über die Schweiz zu erzählen und die zahlreichen Fragen der Studenten zu beantworten. Sie sind oftmals sehr interessiert, wie sich das Leben in Europa und insbesondere in der Schweiz für junge Leute wie mich und sie gestaltet. Dabei erfahre ich auch viel über die russische Jugend. Ich erachte diese Art von kulturellem Austausch als sehr wertvoll für beide Seiten, also für mich und für die russischen Studenten.

Neben der Arbeit an der Uni war ich auch sonst oft mit Studenten unterwegs, welche immer wieder gerne etwas mit mir unternehmen, da sie so die Gelegenheit haben, ihre Deutschkenntnisse anzuwenden. Ich wiederum, versuche dabei jeweils möglichst oft russisch zu sprechen, bin aber jeweils froh über die Möglichkeit, auf eine andere Sprache ausweichen zu können, wenn ich etwas Komplizierteres sagen möchte. Einmal war ich mit zwei Studentinnen der englischen Abteilung unterwegs, welche möglicherweise bald in die Schweiz reisen werden, um dort eine russische Freundin zu besuchen, da sprachen wir sogar fast ausschliesslich russisch, was auch ziemlich gut klappte.

Heute hat Lenin wieder seine weisse Mütze angezogen - als ich aufwachte, lag bereits ziemlich viel Schnee draussen. Es hat den ganzen Morgen weitergeschneit, jetzt ist alles schön weiss! Muss wohl noch ein paar Fotos machen gehen später, bevor der Wind die weisse Pracht wieder wegfegt.

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