Freitag, 14. November 2008

Говорить по-русски

Es ist eher nutzlos, wenn ich gewisse Titel auf Russisch schreibe, aber vielleicht könnt ihr sie ja sogar entziffern und so ein wenig Russisch lernen. Oder so tun wie wenn. Jedenfalls spreche ich momentan viel öfters Russisch als Deutsch, was anfangs noch überhaupt nicht der Fall war. Mit den Lehrern und Studenten unterhalte ich mich nun prinzipiell auf Russisch, obwohl ich die Möglichkeit hätte, sie auf deutsch vollzuquatschen. Nur ab und zu weiche ich für einzelne kleine Wörter oder schwierige Erklärungen noch auf die deutsche Sprache aus.
Manchmal ertappe ich mich sogar dabei, wie ich gewisse einfachen Gedankengänge auf Russisch durchführe, oder mir ein einzelnes Wort zuerst auf Russisch oder erst dann auf Deutsch einfällt, was natürlich durch meine beinahe rein russische Alltagsumgebung zurückzuführen ist und für mich für das Erlernen der Sprache ausgezeichnet ist.

Die Alltagssprache und Strassensprache beherrsche ich also schon ziemlich gut. Klar schleichen sich immer wieder grammatikalische Fehler ein, aber prinzipiell kann ich mich schon einigermassen gut auf einfache Art und Weise ausdrücken, und verstehe auch mein Gegenüber in den meisten Alltagssituationen. Dies erlaubte mir auch, diese Woche mit einer Studentengruppe der Kulturakademie, welcher ich auf Bitte Ninas hin ein wenig über die Schweiz erzählte, ausnahmslos Russisch zu sprechen. Ich hatte auch keine andere Wahl; die Gruppe beherrschte keine Fremdsprachen. Solche Erfahrungen freuen mich jeweils sehr, weil ich dabei merke, dass ich die Sprache bereits in beschränkten Masse praktisch anwenden kann und auch Informationen oder Wissen in dieser Sprache übermitteln kann, was für mich essentiell erscheint. Ich muss nicht mehr ständig jedes Wort 5 mal bedenken, bevor ich es ausspreche, sondern rede mehr oder weniger fliessend vor mich hin.

Jedoch muss man auch realistisch bleiben und einsehen, dass ich noch lange kein hohes literarisches Sprachniveau erreichen werde. Sobald ich Bücher oder Zeitungen lesen muss, verstehe ich bestenfalls die Überschriften und einzelne Wörter. Literarische und alltägliche Sprache sind definitiv zwei verschiedene Domänen. Ich bin aber trotzdem sehr froh und auch ein wenig stolz darüber, dass ich mich zumindest in der alltäglichen Sprache nach so kurzer Zeit schon verhältnismässig gut zurechtfinde.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ohh! Dir geht es gut. Das ist das Wichtigste. Russisch ist toll. Polnisch aber besser ;-).

Wir wollten spontan Ski-Urlaub machen in der Lenzerheide, aber stell dir vor alles ausgebucht. Naja. Wenn du im Frühling wieder da bist, kommen Kit und ich mit Platten und anderen Dingen, die ihr euch wünschen werdet.

Dein Blog ist sehr interessant. Alles habe ich noch nicht gelesen, aber das kommt noch.

Kurzes Update zu meiner Person:
Ich bin jetzt heller blond, habe einen neuen Freund [(Tomasz)bei interesse schwärme ich noch etwas über ihn und erzähle dir ein paar details zu seiner person]
dann fahre ich morgen zu I LOVE TECHNO und ab sonntag bis mittwoch werde ich ihn münchen sein.
Karte bekommt ihr auch.

Bulgarien. Da hast du also deine sauforgien gefeiert. Jaja.

Wenn du wieder da bist, höre ich mir mal russisch mit schweizer akzent an. ich werde versuchen nicht zu lachen, versprochen!

naja genieße die zeit und freue dich über schnee, gut, in der schweiz ist schnee nicht selten, aber für menschen aus dem tal an der wupper ist schnee rares gut.

Süße Grüße,

xx.

Anonym hat gesagt…

mi papi het hüt e baum gfäut und dr titu isch 'sprechen in englisch'

Livio hat gesagt…

auf russisch sprechen, nicht englisch. pff. huere unintelligent bisch!