Es ist soweit. Der Koffer ist fast fertig gepackt, die meisten Bekannten und Freunde schon verabschiedet worden und die letzten Vorbereitungen fuer 3,5 Tage Leben im Zug fast abgeschlossen. Die Wehmut, welche meine Abreisevorbereitungen begleitet, ist groesser als erwartet. Beim heutigen letzten Spaziergang durch "meine" Stadt konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass diese fuer mich schon gewohnte Umgebung ploetzlich wieder unfassbar weit entfernt liegen wird. Der Umfang all dessen, was ich hier gelernt, erfahren und erlebt habe, wird mir wohl erst nach meiner Heimkehr ganz bewusst werden. Von purer Euphorie bis hin zu apathischer Traurigkeit waren alle Gefuehlsregungen aufgetreten, wobei die positiven Erfahrungen jedoch weitaus ueberwiegen. Ich habe nicht nur Russisch sprechen gelernt, das haette ich auch zu Hause an der Migros-Klubschule machen koennen, sondern durch das Erleben des Alltages in einer fremden Kultur auch extrem viel fuers Leben gelernt.
Morgen am fruehen Nachmittag steige ich in den Zug Ulan-Ude - Moskau. Danach gibts noch 2 Tage Touristensightseeing in Moskau und dann bin ich am Abend des 1. Februars schlussendlich wieder an dem Ort, wo vor 4 Monaten alles begonnen hatte. Zu Beginn wird wohl vieles altbekannte mir seltsam und ungewohnt erscheinen - von diesem kleinen Kulturschock nach der Rueckkehr hoert man oft - aber ich werde mich wohl schnell wieder an mein altes Leben gewoehnen. Trotzdem werde ich diese Zeit hier niemals vergessen und auch fuer mein weiteres Leben aus diesem Erfahrungsschatz schoepfen.
ADIEU ULAN-UDE! ADIEU SIBIRIEN!
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